Von Noah gibt uns die Bibel weit mehr als eine schöne Kindergeschichte.
Er ist ein von Gott gesetztes lebendiges Zeichen: zugleich eine Warnung und eine Ermutigung.
In 1. Mose 6,5 heißt es: „Der HERR sah, dass die Bosheit der Menschen auf der Erde groß war und dass alles Trachten ihrer Herzen allezeit nur auf das Böse gerichtet war.“
Und mitten darin lesen wir: „Aber Noah fand Gnade vor den Augen des HERRN“ (1. Mose 6,8). „Noah war ein gerechter Mann, untadelig unter seinen Zeitgenossen; Noah wandelte mit Gott“ (1. Mose 6,9).
Wir sehen hier bereits drei Dinge:
— Die Gnade: Noah beginnt nicht mit seinen Verdiensten, sondern mit Gottes Gnade.
— Die Gerechtigkeit Gottes: Er wird „gerecht“ genannt, weil er Gott glaubt (Hebräer 11,7)
— Er wandelte mit Gott : Sein Lebenswandel war kohärent.
Er beschränkte sich nicht auf ein Glaubensbekenntnis, sondern lebte in der Gegenwart Gottes.
Noah ist ein Prediger der Gerechtigkeit! 2. Petrus 2,5 gibt ihm diesen Titel:
„Gott bewahrte Noah, den Verkündiger der Gerechtigkeit…“
Der Bau der Arche über viele Jahre war bereits eine Predigt.
Ohne ein Wort sagte dieses riesige Schiff auf trockenem Land: Gott hat gesprochen, ein Gericht kommt… aber es gibt eine Tür zum Heil.
Noah prangerte durch seinen Gehorsam die Welt an, ohne jemanden provozieren zu müssen. Seine Treue machte den Unglauben der anderen sichtbar.
Er baute nicht nur, sondern rief die Menschen zur Umkehr und zum Glauben an Gottes Botschaft auf.
Hebräer 11,7: „Durch den Glauben baute Noah, als er eine göttliche Weisung über das, was man noch nicht sah, empfangen hatte und von heiliger Furcht bewegt war, eine Arche zur Rettung seines Hauses. Durch diesen Glauben verurteilte er die Welt und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.“
Wir können einige starke Punkte festhalten:
— Noah hatte keine Bibel: Er stützte sich allein auf das Wort, das er von Gott empfangen hatte; er schaute weder auf äußere Ereignisse noch auf Menschen.
— Er war erfüllt von einer ehrfürchtigen Furcht, nicht von panischer Angst, sondern dem Bewusstsein, dass Gott ernst zu nehmen ist.
— Er war ausdauernd: Er baute weiter, obwohl nichts darauf hindeutete, dass der Regen kommen würde.
— Er wurde Erbe der Gerechtigkeit durch den Glauben, nicht durch Werke. Er ist ein prophetisches Zeichen für uns!
Lukas 17,27: „Sie aßen, tranken, heirateten und ließen sich heiraten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging ; da kam die Flut und vernichtete sie alle.“
Auch heute leben viele, als gäbe es weder Gericht noch die Wiederkunft des Herrn noch die Notwendigkeit der Umkehr.
Doch Noah erinnert daran, dass Gottes Geduld eine Grenze hat und dass das Gericht keine poetische Metapher, sondern eine Realität ist.
Christen haben in der Arche oft ein Vorausbild auf Christus gesehen: einen einzigen Weg zum Heil, eine einzige Arche, eine einzige Tür — ebenso wie einen einzigen Retter. Gott selbst schließt die Tür der Arche und garantiert die Sicherheit derer, die hineingehen.
Das Gericht trifft draußen, nicht drinnen: Das gleiche Wasser, das die Gottlosen vernichtet, trägt die Arche in Sicherheit.
Von Noah können wir Folgendes festhalten:
— Er glaubte Gott, als niemand sonst es tat.
— Er predigte durch sein Wort und sein Leben.
— Er rettete seine Familie.
Mögen wir wie Noah sein und dasselbe tun! Er war ein Mann der Gnade, des Glaubens und der Gottesfurcht, gebraucht von Gott, um seine Generation zu warnen – und uns noch heute zu warnen. Diese Warnung Gottes sollte auch in unseren Tagen laut in unseren Ohren erklingen! Gott wird richten, aber er hat uns einen Zufluchtsort bereitet: Christus ! Glaube seinem Wort und tritt ein in die Arche seines Heils !
Franz
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