Gott beansprucht den ersten Platz

zu Seiner Ehre in unserem Leben !
"Herrlichkeit“ ist ein Wort, das man schnell aussprechen kann, das aber zu gewichtig ist, um ein „gewöhnliches“ Wort zu bleiben.

 Das Wort "Herrlichkeit" erscheint etwa 400-mal in der Bibel und bedeutet nicht nur ein Lichtschein oder eine geistliche Atmosphäre: Es ist die Wirklichkeit Gottes, die sich in seiner ewigen Größe, seiner Schönheit, seiner Macht, seiner Heiligkeit, seiner Güte und seiner Barmherzigkeit offenbart.

Wenn Gott sich offenbart, entsteht in uns ein "Gewicht der Herrlichkeit", das zwangsläufig unseren Alltag prägt und unsere Art, mit Ihm zu leben, verändert.

Jesus erinnert uns in Johannes 11,40: "Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ Glauben (unser Glaube) ist die Grundlage eines siegreichen christlichen Lebens.

In 2. Mose 33,18 bittet Mose: "Lass mich deine Herrlichkeit sehen.“ Gott antwortet ihm: "Ich will all meine Güte vor dir vorübergehen lassen und den Namen des HERRN vor dir ausrufen … aber mein Angesicht kannst du nicht sehen.“ Und der HERR ging vorüber und verkündete so seine Barmherzigkeit, seine Geduld und seine Treue.

In diesem Gespräch suchte Mose Gewissheit: nicht nur, um ins richtige Land zu gehen, sondern zuerst die wohltuende Gegenwart Gottes auf seinem Weg zu haben. Genau diese Gegenwart sollen auch wir in unserem Leben vor allem anderen suchen – vor Segnungen, Gesundheit oder beruflichem Erfolg oder sonst etwas.

Das offenbart uns eine ganz einfache Wahrheit: Die Herrlichkeit Gottes ist nicht zuerst ein Spektakel, sondern eine Offenbarung dessen, wer Er ist – und was Er in unseren Leben verwandeln kann !

Betrachten wir das Vorrecht, den Herrn zu sehen, wie es Jesaja in Kapitel 6 seines Buches erlebt hat. Nach dieser Vision schließt er nicht: „Das war außergewöhnlich“, sondern kommt zu der erschütternden Erkenntnis: "Weh mir ! Ich bin verloren; denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen!" Denn die Herrlichkeit Gottes entblößt uns: Sie zeigt die Größe unserer Sünde und unseres geistlichen Elends, sie bringt ans Licht, was verdreht ist, sie verbrennt, was unrein ist – nicht um uns zu demütigen, sondern um uns geistlich zu heilen und wieder aufzurichten !

Und hier liegt ein Paradox: Diese Herrlichkeit, die uns erschreckt, erweist sich zugleich als die, die uns reinigt und uns die Frage stellen lässt : Wer glänzt in meinem Leben – ich oder Gott ?

Hier irren sich viele: Man verbindet „Herrlichkeit“ mit Erfolg, Dominanz, Ruhm, Glanz. Doch im Johannesevangelium ist die Stunde der Herrlichkeit auch die dunkle Stunde des Kreuzes. Dort offenbart Gott seine Herrlichkeit! Wenn du sehen willst, was Gottes Herrlichkeit ist : Schau auf Jesus.

Wenn wir diese Herrlichkeit in unserem Leben sehen, kommen zwei Gedanken:

— Wir sind berufen, sie zu betrachten :
"Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel anschauen, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, wie es vom Herrn, dem Geist, geschieht.“ (2. Korinther 3,18)
Worauf wir unseren Blick gewohnheitsmäßig richten, formt uns nach seinem Bild und befähigt uns, Ihn widerzuspiegeln.

— Und wir sind berufen, Ihm die Ehre zu geben : nicht nur zu verkündigen und zu singen, sondern so zu leben, dass unser Leben auf Ihn ausgerichtet ist: in Wahrheit, Gerechtigkeit, Vergebung, Demut, Treue im Alltag. Paulus erinnert uns: "… tut alles zur Ehre Gottes !“ (1. Korinther 10,31)

Ich lade euch ein, liebe Freunde, Gott nicht zu suchen wegen dessen, was Er uns geben kann, sondern wegen dessen, wer Er ist: unser Schöpfer, der Geber unseres Heils und der Vater unseres Retters Jesus Christus!

Lassen wir Ihn seine Herrlichkeit in unserem Leben offenbaren, damit wir ein kraftvolles Zeugnis für alle sind, die uns leben sehen!

Franz

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