Dein Reich komme !

Der Epheserbrief offenbart uns die Gemeinde, die Gott sich von jeher vorgenommen hat zu gewinnen.

Kapitel 5 zeigt bereits eine herrliche Gemeinde, ohne Flecken, ohne Runzeln oder etwas Ähnliches, und dass sie heilig und tadellos sein wird. Kapitel 6 knüpft daran an und zeigt die praktische Aufgabe der Gemeinde: den geistlichen Kampf. In diesen Versen wird dem Christen bewusst, dass der geistliche Kampf seine Verantwortung ist – und die der Gemeinde. Seine wahren Feinde sind nicht Fleisch und Blut, sondern geistliche Wesen.

„Darum ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles überwunden habt, standhalten könnt.“

Paulus lädt uns jedoch zum Widerstehen ein: Er fordert uns nicht zum Angriff auf… der geistliche Kampf ist ein Verteidigungskampf, denn Jesus hat den Sieg bereits errungen! Unsere Aufgabe hier auf Erden besteht darin, in diesem Sieg zu bleiben; wir sollen feststehen und uns bewusst machen, dass Christus bereits gesiegt hat, und unser Vertrauen auf den Herrn setzen!

In der Bibel bezeichnet das „Reich Gottes“ auf der Erde kein Gebiet mit Grenzen, sondern die Herrschaft Gottes: Sein Wille, seine Gerechtigkeit und sein Leben setzen sich dort durch, wo er als König anerkannt wird.
Das Reich bedeutet: Gott regiert; es ist die Sphäre, in der sein Wille geschieht…

Jesus verkündigt: „Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen“ (Markus 1,15).
Mit anderen Worten: Mit ihm nimmt Gott öffentlich wieder seinen Platz als König ein, und er ruft die Menschen zur Umkehr und zum Glauben.

Das Reich ist schon jetzt am Werk, wenn Menschen sich Gott unterstellen, das Evangelium annehmen und der Geist Leben verändert. Jesus sagt, dass das Reich nicht „mit äußeren Zeichen“ kommt, sondern dass es „mitten unter euch“ ist (Lukas 17,20–21).

In diesem Zusammenhang spricht Jesus zu Pharisäern, die seine Autorität im Großen und Ganzen ablehnen. Zu dieser Gruppe zu sagen: „Das Reich ist in eurem Herzen“, wäre seltsam. Dagegen passt: „Das Reich ist schon da, weil der Messias mitten unter euch ist – und ihr erkennt ihn nicht“ perfekt zum Kontext.

Das Reich ist in der Person Jesu gegenwärtig (seine Worte, seine Werke, seine Autorität), bleibt aber den Augen derer verborgen, die es als Spektakel oder als politische Macht suchen.

Was bedeutet das für uns?

Das Reich beginnt dort, wo Christus anerkannt und ihm gehorcht wird (Glaube, Umkehr, Bekehrung, verwandeltes Leben).
Doch die vollständige Erfüllung (vollkommene Gerechtigkeit, Ende des Bösen, sichtbare Herrschaft über die ganze Schöpfung) steht noch aus.

Die Welt ist weiterhin von Bösem, Ungerechtigkeit, Leid und Tod geprägt. Doch die Bibel erwartet eine zukünftige Vollendung, wenn Christus wiederkommt und die Herrschaft Gottes sichtbar, umfassend und endgültig sein wird (siehe Offenbarung 11,15; 21–22).

Wie sieht man das Reich „auf der Erde“ heute?

Man erkennt es an seinen „Früchten“:
— verwandelte Herzen (Wiedergeburt, Bekehrung, Heiligung)
— eine Gemeinschaft, die unter der Autorität Christi lebt (die Gemeinde, wenn sie treu ist)
— Gerechtigkeit, Barmherzigkeit, Frieden und Wahrheit, die dort wachsen, wo Gott gehorcht wird.

Die Seligpreisungen geben bereits die „Farbe“ des Reiches in Matthäus 5.
Und das Mustergebet Jesu zeigt es deutlich: „Dein Reich komme; dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden“ (Matthäus 6,10). Das Reich auf Erden ist also der Wille des Königs, der hier und jetzt begonnen wird zu leben – in Erwartung seiner vollen Offenbarung.

Franz

Ajouter un commentaire

Commentaires

Il n'y a pas encore de commentaire.